October 2018
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KW09-09 Norman

 

Golf ist schön!

Nachdem es Mitte Februar noch sehr, sehr ungemütlich war, haben sich die Golfbedingungen in den letzten Tagen wunderbar zum Guten gewandelt. Anfang der Woche waren Anneke und ich in Berlin und wir (Anneke, Tim und ich) haben es uns nicht nehmen lassen, die mir noch unbekannte Hälfte von Stolper Heide zu spielen. Diese schönen, von Bernhard Langer designten 18 Bahnen machten auf mich einen viel schöneren Eindruck als die vom Ostplatz, die wir im Rahmen der Tour 2007 spielten. Zumindest glaube ich diesen Eindruck gehabt zu haben, denn alle die 23.02. in und um Berlin herum waren, wissen, welche Bedingungen wir dort hatten. Teilweise über 5cm Schnee auf dem Fairway, teilweise sehr eisige Bahnen und hier und da auch grüne, dafür aber matschige Flecken waren die von uns nicht ausgesprochenen Argumente, die das Greenfee für 9 Löcher auf unter 10 Euro gedrückt haben. Volles Greenfee wäre einer Geldverschwendung gleich gekommen, doch diese finanziellen Vorzeichen machten diese unwirklichen Bedingungen fast vergessen und der ein oder andere Schneeball flog zur Auflockerung durch die Luft. Nach neun Löchern waren wir dann so sehr durchgefroren, dass an ein weiterspielen nicht zu denken war und so fuhren wir noch ein wenig zu Hohmanns Golf, um ein wenig indoor weiterzuspielen.

endlich Frühling!Am Wochenende kam nach drei langen und kalten Wintermonaten endlich das Thermometer über die magische 10 Grad Marke und sogar die zusätzlich wärmende Sonne grüßte gelegentlich. Am Samstag und Sonntag spielten wir jeweils die ersten Neun mit Marc und Joanna und aus gesundheitlichen Gründen unserer Flightpartner zogen wir die jeweils restlichen neun Löcher zu Zweit entlang.

Der Spielverlauf lässt sich recht einfach zusammenfassen. Auf den oberen Bahnen konnte ich  41-43 teilweise sehr schöne Schläge verbuchen, während auf den Bahnen 10-18 ein paar Fehler ins Spiel kamen, die meine Laune aber nicht spürbar verschlechterten.

Nur ein Schatten seiner selbst: Marc "Fury" SalmFür meine golferischen Ziele in diesem Jahr (Hcp. 8,x und jeweils einmal 36Schläge auf den vorderen und den hinteren Neun) bin ich noch sehr zuversichtlich, doch über meine Vorgehensweise grübele ich noch.

Die entscheidende Frage ist: Wenn es gut läuft, soll man dann trotzdem mal eine Trainerstunde nehmen. Ich traue mir zur Zeit mein Wunschhandicap (bzw. mein Wunsch-Spielniveau) auch ohne fremde Hilfe zu, doch wie weit kommt man dann. Ist es nicht sinnvoll, schon jetzt Veränderungen durchzuführen, die später ein noch besseres Spiel zulassen.

Marc gab mir gestern und heute die Antwort auf dem Platz. Nachdem er in letzter Zeit sehr zufrieden mich sich und seinem Spiel war, schleuderte er seinen Driver nach einer Lady (mit dem dritten Schlag) wild rotierend durch die Gegend und ließ auch nach den folgenden Schlägen ähnliche Entgleisungen folgen. Und das nach einer Trainerstunde! Das soll an dieser Stelle keine Kritik an unserem Coach sein, den ich für sehr kompetent halte, doch wäre es nicht sinnvoll gewesen – da eine Karriere als Golfprofi schon abgehakt sein sollte – einfach nur Spaß zu haben.

Das ist Zuversicht!Ich denke, dass ich die Stunde wieder absagen werde, da ich Zweifel an der Zeitpunktwahl dieser Stunde habe. Ich werde einfach weiter meinen Stil trainieren, der sicherlich viele, viele Fehler hat, doch in erster Linie will ich doch Freude an meinem Spiel haben. Erst, wenn ich in einigen Wochen oder Monaten nicht mehr weiter kommen sollte und an meinen Fehlern im Spiel verzweifle, werde ich Trainerstunden wieder in Betracht ziehen. Bis dahin werde ich „einfach“ nur versuchen Spaß am Spiel zu haben.

 

Noch ein Satz zum Thema Handicap: Man liest so oft vom handicapgeilen Deutschland. Ich habe zwar ein Wunschhandicap, allerdings kommt dies eher durch den Wunsch konstant um die 80-84 Schläge spielen zu können, was automatisch dieses Handicap (8,x) zur Folge hätte. Rechtfertigungen sind super!

In diesem Sinne:

Auf einen langen Sommer 2009!

1 comment to KW09-09 Norman

  • Fabian Uhlig

    Handicaps sind keine Statussymbole, sondern erlauben einzig und allein den Wettbewerb zwischen Spielern unterschiedlichen Niveaus.